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Kreative Köpfe, brillante Ideen und ein grüner Spirit

Ein Jungunternehmer nach dem anderen fand am Donnerstag, 29. Juni 2017 den Weg ins Stellwerk Basel, wo das zweitägige ClimateLaunchpad Boot Camp stattfand, welches von der Startup Academy organisiert wurde.

Bereits zwischen Tür und Angel wurden die ersten Kontakte geknüpft, Ideen vorgestellt und Projekte diskutiert. Um 10.00 Uhr ging es los mit dem offiziellen Programm. Nach der Begrüssung durch Startup Academy Geschäftsführer Markus Fischer stellten zunächst alle Startup-GründerInnen sich selber und ihre Geschäftsideen vor. Dabei wurde schnell klar, dass das Spektrum der Ideen der Jungunternehmer, die aus ganz verschiedenen Ecken der Schweiz angereist waren, sehr breit war. Genau diese Vielfalt an guten Geschäftsideen ist es, was ClimateLaunchpad Gründer und Boot Camp-Coach Frans Nauta an seinem Job so spannend findet. Auf seinen Reisen um die ganze Welt höre er überall gute Ideen im Kampf gegen die negativen Folgen des Klimawandels und das mache ihn zu einem der grössten Optimisten dieser Erde. Damit waren alle schon mitten im Thema.

Ziel des ClimarteLaunchpad Boot Camps ist es, den Startups im Schnellverfahren aufzuzeigen, wie sie ihr Geschäft erfolgreich aufbauen können. Schritt für Schritt werden die Jungunternehmer dafür bei der Erstellung eines „Pitch Desks“ unterstützt. Dieses beinhaltet alle für ein Geschäftsszenario wichtigen Elemente und bildet dann auch die Grundlage der Jurybewertung beim nationalen sowie beim internationalen Finale. Was ist euer Traum, weshalb wollt ihr überhaupt Unternehmer sein und wisst ihr auch wirklich, was es dafür braucht? Mit diesen Fragen starteten die Teilnehmenden ins erste Modul „The Founder’s Dream“. Die Visionen, Träume und Ziele der Startup-Gründer können so verschieden sein wie ihre Ideen. Während die einen die Welt verändern wollen, möchte die anderen vielleicht in erster Linie reich werden. Dies spiele keine Rolle, erklärte Frans Nauta, solange man den eigenen Traum kennt, den Traum des Geschäftspartners ebenfalls respektiert und sich die beiden Visionen miteinander vereinbaren lassen. Die Vereinbarkeit der Visionen sei ein ganz wesentlicher Punkt, denn das Scheitern von Startups hänge bei der Mehrheit der Fälle mit Problemen im Team zusammen. Glücklicherweise schienen sich die Träume der im Boot Camp anwesenden Startup-Gründer jeweils mit jenen ihrer Geschäftspartner vereinbaren zu lassen – zumindest konnte das Programm nach Beendigung des ersten Moduls mit guter Stimmung weitergehen.

Vom Traum der Gründer ging es weiter mit Themen wie beispielsweise dem Finden des geeigneten Marktes für die eigene Geschäftsidee, dem Verständnis des Kunden und dem Wert des eigenen Produktes für ebendiesen sowie dem Einfluss der eigenen Idee auf den Klimawandel. An beiden Boot Camp Tagen war das Programm interaktiv gestaltet: so blieb neben den Inputs von Frans Nauta viel Zeit für Diskussionen mit dem eigenen Geschäftspartner und mit anderen Jungunternehmern. Diesen Austausch schätzten die Startup-Gründer sehr. „Das Boot Camp war eine sehr hilfreiche Erfahrung, nicht nur wegen dem zusätzlichen Knowhow, das wir uns aneignen konnten, sondern vor allem wegen dem Erfahrungsaustausch und den Anregungen des Coaches und der anderen Teilnehmenden,“ sagte etwa David Jucker vom Basler Startup Stadtpilze. Ähnlich lautete auch das Fazit von Petros Timotheou von Innovpolis Waste Solutions. Er lobte die „Qualität der Teilnehmenden mit ihrem jeweils umfangreichen Fachwissen und den vielen verschiedenen Hintergründen.“ Zudem war er beeindruckt von den zahlreichen „bahnbrechenden Ideen und Projekten.“ Zwischen den Modulen wurden auch die Kaffee- und Mittagspausen („Köstliche Sandwiches!“ – Matthias Nebel vom Startup Stadtpilze) genutzt, um weiter zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen.

Nach Tag 1 des Boot Camps fiel auch das Zwischenfazit von Renato Galli, Startup Programm Manager bei Climate-KIC, positiv aus: “Was ich spannend finde ist, dass wir eine sehr diverse Gruppe haben. Die Boot Camp-Teilnehmenden versuchen mit ihren Ideen in allen möglichen Bereichen Klimaprobleme zu lösen. Zudem ist der Spirit gut, alle arbeiten konzentriert und kommen jeweils schnell zu Lösungen. Insgesamt läuft es sehr flüssig, wir kommen gut voran und ich glaube, dass alle Spass haben!“ Mit einem gemeinsamen Abendessen und vielen weiteren spannenden Gesprächen ging der erste Tag schliesslich zu Ende.

Am Freitag stand neben der interaktiven Arbeit an den weiteren Modulen das Pitching im Zentrum. Die Startups präsentierten ihre acht im Boot Camp erarbeiteten Präsentationsfolien den restlichen Teilnehmenden und den anwesenden Coaches und erhielten wertvolles Feedback dazu. Die Anregungen können die Jungunternehmer in den kommenden Wochen in ihre Slide Decks einfliessen lassen und diese entsprechend weiterentwickeln. Und mit etwas Glück stehen sie am 1. September 2017 mit ihren aktualisierten, optimierten Präsentationen beim nationalen Finale in Basel vor der Jury und können diese von ihrer Geschäftsidee überzeugen.

Am späteren Freitagnachmittag endete das zweitägige Boot Camp so wie es angefangen hatte: mit guter Stimmung, motivierten Jungunternehmern und inspirierenden Ideen. Silvio Trionfini von sakku SWISS SOLAR BAG konnte viel mitnehmen nach den beiden Tagen: “Die Reflexion unseres Business-Cases mithilfe von klar strukturierten Tools sowie das Treffen von gleichgesinnten Jungunternehmern war super inspirierend und motivierend.“ Und auch die beiden kreativen Köpfe hinter Counting Carbon zogen nach den beiden Tagen ein positives Fazit. „Das Programm ist sehr wertvoll. Es fordert einen heraus, in kreativer Weise über das eigene Geschäft nachzudenken. Die Coaches und Mitarbeiter waren grossartig. Ich würde das Boot Camp jedem empfehlen, der Orientierung und Beratung sucht,“ sagte Ahmad Mu’azzam. Und sein Kollege Hugh Weldon fügte an: „Das engagierte und leidenschaftliche Organisationsteam des ClimateLaunchpad half uns dabei, Struktur in unser Projekt zu bringen und zwang uns, die schwierigen Fragen zu beantworten, die wir beantworten müssen, damit unser Startup erfolgreich sein kann.“