ClimateLaunchpad - National Final 2018

ClimateLaunchpad National Final 2018: Die Gewinner stehen fest!

«Eins, zwei… eins, zwei». Gut, die Mikrofone funktionieren. Der Beamer läuft, die Laptops sind angeschlossen. Die zwölf PowerPoint-Präsentationen sind in einem Ordner abgespeichert. Es ist also alles bereit. Bereit fürs ClimateLaunchpad National Final 2018. Die Startup Academy führt den Wettbewerb bereits zum vierten Mal in der Schweiz durch. Raiffeisen Schweiz ist die diesjährige Hauptpartnerin.

Am Freitag, 31. August 2018 kurz vor 13.00 Uhr treffen die ersten Teilnehmenden und Jurymitglieder bei PricewaterhouseCoopers an der St. Jakobs-Strasse in Basel ein. Es wird noch ein bisschen «genetworked», die Startup-GründerInnen richten sich ein, die Jurymitglieder breiten ihre Unterlagen vor sich aus. Ein Gast nach dem anderen trifft ein und nimmt Platz. Und dann ist es auch schon soweit. Um 13.15 Uhr beginnt das Swiss Final. Die Vorfreude ist bei allen Beteiligten sehr gross.

Markus Fischer, Geschäftsführer der Startup Academy, heisst zunächst alle Anwesenden herzlich willkommen. Er zeigt einen kurzen Videoausschnitt in dem Petros Timotheou, einer der Gewinner des National Finals 2017 (der dann nach Zypern reisen und dort pitchen konnte), von seiner ClimateLaunchpad-Erfahrung berichtet. Die Begeisterung von Timotheou über die Teilnahme am Grand Final ist in den Räumlichkeiten von PwC förmlich spürbar. Das Video gibt allen diesjährigen Finalisten somit gleich noch einen letzten Motivationsschub. Auf die drei besten Schweizer Teams wartet in diesem Jahr die Reise ans Grand Final in Edinburgh, Schottland.

Nach einer kurzen Begrüssung durch die beiden ClimateLaunchpad National Leads Marilen Dürr und Catherine Riesen stellt Jury-Lead Björn Thoma (Innovation Basel) die diesjährige Jury vor. Mit Adriano Bürgi (Climate-KIC), Claus-Heinrich Daub (FHNW), Dimitrios Terzis (MeduSoil, Winner CLP Switzerland 2017), Erol Bilecen (Raiffeisen Schweiz) , Kim Berrendorf (KimiB.Good), Matthieu van Haperen (Ecrowd Invest) und Stefanie Fehr (UBS Optimus Foundation) konnte eine hochkarätige Jury zusammengestellt werden. Eine Jury, die an diesem Nachmittag eine sehr spannende, aber definitiv keine einfache Aufgabe haben würde.

Und dann geht es richtig los. Exakt fünf Minuten hat jedes Startup Zeit, um seine grüne Geschäftsidee vorzustellen und die Jury (und anwesenden Gäste) von deren Potential zu überzeugen. Im Anschluss an die Präsentation gibt es jeweils eine rund dreiminütige Fragerunde. Für diese zwölf Startups  gilt es in den darauffolgenden Stunden ernst:

  • Atlas Sensing Labs
  • Bloom
  • CHANGE
  • FenX
  • Fermentaya
  • Green Data
  • HiLyte
  • MyCarbonPal
  • SHEPRD
  • Umuntu GmbH
  • Umweltlink AG
  • Youtrition

Zwei Dinge sind schnell klar: Das Niveau der Pitches (und der Geschäftsideen) ist sehr hoch. Und das Spektrum an grünen Ideen ist enorm breit. 

Von einer Eisenbatterie aus Verbrauchsmaterial, die es Menschen ohne Zugang zum Stromnetz ermöglicht, Licht in ihre Häuser zu bringen und Mobiltelefone zu laden (HiLyte) über ein System zur Wasserfiltration, das bis zu 99,9% aller schädlichen Stoffe aus dem Leitungswasser filtert (Umuntu GmbH) oder das Projekt ORCASAWISS, das Industrieabwässer durch ein patentiertes Nassoxidationsverfahren reinigt (Umweltlink AG) bis zu einem Beutelsystem zur Sammlung von Bioabfall ohne Geruchsbildung im Haushalt (Fermentaya) oder einem Tool zur Verbesserung des ökologischen Fussabdrucks (MyCarbonPal) ist alles dabei. 

Nachdem alle 12 Startups präsentiert haben, zieht sich die Jury zu einer Besprechung zurück. Es wird diskutiert, überlegt, weiter diskutiert, gerechnet und letztendlich entschieden. Alle Startups und Gäste werden zurück in den Raum gebeten. Bevor die Siegerehrung losgeht, werden alle nochmals daran erinnert, was auf die Sieger wartet: Reise- und Übernachtungskosten zum Grand Final in Edinburgh, Schottland und die Gelegenheit dort vor einer internationalen Jury zu Pitchen sowie das Begleitprogramm der Startup Academy im Wert von insgesamt 11.000 CHF. Die Spannung steigt. Und dann ist es soweit.

Platz 3 geht an: Green Data – by Swiss Vault Systems. Die innovative Datenspeichertechnologie von Swiss Vault ist 100-mal effizienter im Stromverbrauch und rund 200-mal effizienter in der Raumnutzung als konventionelle Technologien. Die Nutzung der Technologie ermöglicht die Reduktion von CO2-Emissionen und macht Datenmanagement nachhaltiger.

Das Startup Bloom schafft es auf den 2. Platz. Bloom hat eine Technologie zur effizienten Gewinnung von Grundstoffchemikalien aus Pflanzen entwickelt. Die durch das neuartige Extraktionsverfahren gewonnenen Stoffe ermöglichen es, fossile Chemikalien zu ersetzen. So kann vegetativer Abfall, wie bspw. Nussschalen oder Holz, dank Bloom unter anderem für die Herstellung von Düften verwendet werden.

Und – last but certainly not least – der 1. Platz geht in diesem Jahr an FenX! FenX hat einen Dämmstoff aus anorganischen Abfallmaterialien entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmedämmstoffen, die viel Energie verbrauchen und oft brennbar oder giftig sind, ermöglicht FenX eine ungiftige, nicht entzündbare, recyclebare und damit grüne Lösung für die Gebäudeisolation. 

An dieser Stelle nochmals herzliche Gratulationan alle Gewinner-Teams. Wir freuen uns jetzt schon auf das Finale in Edinburgh! 

Wir möchten uns aber auch nochmals bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement während und nach dem Boot Camp, für die genialen Pitches am Swiss Final sowie für ihren wertvollen Einsatz im Kampf gegen die negativen Folgen des Klimawandels bedanken. Weiter so! 

Zudem geht unser Dank an unsere beiden Partner, Raiffeisen Schweiz und PricewaterhouseCoopers, sowie an unsere Jurymitglieder.  

Und noch mehr Fotos vom Anlass seht ihr hier:

Fotos: Raphaël Leibundgut, rlug.ch