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Swissbau Startup Challenge 2026

Alle Zeichen auf Ressourceneffizienz an der Startup Challenge 2026. Am Freitag, 23. Januar 2026 bildete die Swissbau Startup Challenge den krönenden Abschluss der grössten Baumesse der Schweiz. Die sechs Finalistinnen und Finalisten pitchten dort auf der Main Stage im Swissbau Lab vor der Fachjury und dem Publikum. Überzeugt haben die Anwesenden die drei Startups TALPA-Inspection, Benetics AI und Impact.build. Ausserdem wurde in diesem Jahr auch ein erstes Mal der Circular Award verliehen, der ebenfalls an das ETH Spin-off Impact.build ging.

Die Swissbau Startup Challenge ist eine Kooperation der Startup Academy mit der Swissbau. Über die Dauer eines Jahres werden dabei Jungunternehmen aus dem Bau- und Immobiliensektor begleitet und in einem speziell auf sie zugeschnittenen Mentorenprogramm betreut. Ein wichtiger Teil der Challenge bilden auch die zahlreichen Netzwerkanlässe und Workshops, die die Startups und Scaleups nicht nur für ihren finalen grossen Auftritt fit machen, sondern auch in ein breites Branchennetzwerk einbinden und über die Challenge hinaus vernetzen: «Das ist der eigentliche Kern der Challenge. Uns geht es in erster Linie darum, Jungunternehmen zu vernetzen und ihnen damit die für den Erfolg notwendigen Kontakte zur Seite zu stellen», erklärt Projektleiter der Challenge, Moritz Kistenmacher.

Einjähriges Intensivtraining brachte Startups weiter

Die teilnehmenden Startups erlebten ein einjähriges Intensivtraining, bestehend aus verschiedenen Runden. Das Bootcamp im Juni bereitete die fünfzehn teilnehmenden Startups auf die Pitchingrunde am 23. Oktober 2025 vor. Dort holten sich die Startups Feedback von der Expertenrunde ein und wirkten in interaktiven Workshops mit. Zusammen mit einem Netzwerktag fand am 23. Oktober die Pitching-Runde statt, welche zugleich als Selektionsrunde für die Finalisten diente. Die Fachjury bewertete die teilnehmenden Startups, womit sich die sechs bestbewerteten Teams für das Finale im Januar qualifizierten.

Finale an der Swissbau als vielbeachteter Höhepunkt

Am grossen Finale der Swissbau Startup Challenge stellten die sechs Finalistinnen und Finalisten ihr Business in jeweils dreiminütigen Pitches ein letztes Mal der Fachjury und dem Publikum vor. Ebenfalls mit grosser Beteiligung stimmte dort auch das Publikum mit ab. Die elfköpfige Experten-Jury aus dem Bereich Bau- und Immobilienwesen wie die übrigen Anwesenden überzeugten schliesslich folgende drei Unternehmen:

Platz 3: Impact.build

Das ETH Spin-off Impact.build mit Gründerin Lauren Vasey und Gründer Kunaljit Chadha spezialisiert sich auf robotergestützten 3D-Druck sowohl zur Vorfertigung von Bauelementen ausserhalb des Standorts als auch für den Bau vor Ort mittels autonomer Baumaschine. Die Besonderheit jenes Druckverfahrens besteht darin, dass Impact.build das günstige und bereits vorhandene Aushubmaterial für den Druck verwenden kann. Für diese Innovation wurde das drittplatzierte Unternehmen weiter auch mit dem Circular Award ausgezeichnet. Der Award zeichnet besondere Leistungen im Dienste der Kreislaufwirtschaft aus und wurde von BaselCircular verliehen.

 

 

 

Platz 2: Benetics AI

Den zweiten Platz holte sich Benetics AI. Der Chef Marketing Officer, Tobias Händler stellte die Idee um das Software-Unternehmen vor: Mit Benetics soll die letzte Digitalisierungslücke am Bau geschlossen werden. Mittels KI-Sprachassistenten kann der Rapport in der Muttersprache direkt ins Gerät eingesprochen werden, der anschliessend von der App verschriftlicht und sofort nutzbar gemacht wird.

 

Platz 1: TALPA-Inspection

Der Gewinner der diesjährigen Swissbau Startup Challenge ist TALPA-Inspection. Das Unternehmen von CEO Federico Martinelli-Orlando und COO Lukas Bircher ermöglicht die Inspektion von Stahlbetonbauwerken auf Korrosionsschäden mittels Drohnenaufnahmen. Die von TALPA-Inspection entwickelten Korrosionssensoren sind kompatibel mit handelsüblichen Drohnen und ermöglichen damit eine gezielte und ressourcenschonende Instandsetzung. Zusammen mit Messeleiter, Tobias Hofmeier, überreichte Moritz Kistenmacher den Gewinnern am Finaltag das Zertifikat.

Hoher Benchmark: auch Innovationen der weiteren Startups überzeugten

Beeindruckend waren auch die Innovationen der drei weiteren Finalisten – Aconitum Swiss Sárl, MODUVO und Planlabs.

Head of Research und Product Development von Aconitum Swiss Sárl, Vladas Sniečkus stellte in seinem dreiminütigen Pitch die Akustik- und Innenraumpaneele des Startups vor. Das Highlight des Produkts ist, dass die Paneele aus dem Biopolymer Kollagen bestehen. Damit sind sie nachhaltig und rezyklierbar.

Gründer und CEO, Peter Ballnus stellte am Finale die zirkulären und wiederverwendbaren Wände von MODUVO vor. Diese dienen als Alternative zu herkömmlichen Gipswänden und sollen schnelle und einfache Raumtrennung ermöglichen. Ein wichtiges Ziel von MODUVO ist dabei, dass zirkuläres Bauen nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv ist – ihre Wände sind deshalb bis zu 30% günstiger als herkömmliche Gipswände.

Die Firma Planlabs, mit den beiden Co-Foundern Rea Sodero und Olivier de Deken bietet eine KI-gesteuerte und cloudbasierte Plattform für die automatisierte und verbesserte Planung von Gebäudetechniksystemen an. Ihr Versprechen? Die Lösung von Planlabs ermöglicht eine Zeitersparnis von rund 70%.

Ressourceneffizienz für nachhaltige Bau- und Immobilienwirtschaft entscheidend

Damit standen am diesjährigen Finale alle Zeichen auf Ressourceneffizienz: Von der Zeitersparnis, über die Verschlankung von Prozessen bis zur Wiederverwendung von bereits bestehenden Baumaterialien zeigten sich die Startups überaus engagiert und leisten mit ihren Innovationen einen wertvollen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Regierungsrat Kaspar Sutter und Leiter der Standortförderung Baselland, Thomas Kübler betonten die Bedeutung von innovativen Jungunternehmen und ihre Leistungen, die sie zu Wirtschaft und Entwicklung beitragen. Ein wichtiges Anliegen ist den beiden Rednern deshalb auch die gezielte Förderung innovativer Jungunternehmen.

Die Startup Academy ist stolz darauf, sechs so grossartige Unternehmen begleitet haben zu dürfen und erwartet gespannt ihre künftigen Entwicklungen.